Eine Sippung ist der wöchentliche Vereinsabend der Schlaraffen in Hameln. In feierlichem, aber humorvollem Rahmen widmen wir uns der Kunst, dem Wortwitz und der Musik. Es ist vergleichbar mit einem kulturellen Themenabend.
Unser „Reych“ ist die lokale Sektion des weltweiten Bundes Schlaraffia in Hameln. Mit der Nummer 336 sind wir Teil einer internationalen Gemeinschaft, die Freundschaft und Toleranz pflegt.
Als Sassen bezeichnen wir die ordentlichen Mitglieder unseres Vereins. Unsere Gemeinschaft in Hameln besteht aus Männern verschiedenster Berufsgruppen, die einen Ausgleich zum Alltag suchen.
Die Rattenburg ist unser festes Vereinsheim (Burg) im 164er Ring 21 in Hameln. Hier finden unsere regelmäßigen Treffen und kulturellen Veranstaltungen in privater Atmosphäre statt.
Ja, interessierte Herren sind als Gäste („Pilger“) jederzeit willkommen. Ein Gastbesuch ist der beste Weg, um die Schlaraffia in Hameln unverbindlich kennenzulernen und unseren Humor zu erleben.
Der Uhu ist das Symbol der Schlaraffia und steht für Weisheit, Humor und Geist. In jeder „Burg“ (Vereinsheim) ist er präsent. Er ist kein religiöses Symbol, sondern der schirmherrschaftliche Mittelpunkt unserer Zusammenkünfte.
Als Profanei oder „profane Welt“ bezeichnen Schlaraffen das alltägliche Leben außerhalb des Vereins. In unseren Sippungen lassen wir den Alltag, Politik und geschäftliche Interessen bewusst draußen, um uns ganz der Freundschaft und Kunst zu widmen.
Diese Begriffe stehen traditionell für Speisen (Atzung) und Getränke (Labung). Das gemeinsame Essen vor oder während der Sippung ist ein fester Bestandteil unserer Vereinskultur und fördert die Geselligkeit unter den Mitgliedern in Hameln.
Eine Fechsung ist ein künstlerischer oder humorvoller Beitrag eines Mitglieds. Das kann ein Gedicht, ein Lied, eine Rede oder eine musikalische Darbietung sein. Es ist das Herzstück unseres kreativen Austauschs während der Vereinsabende.
Das Schlaraffenlatein ist eine spielerische Ausdrucksweise, die wir während unserer Treffen nutzen. Es handelt sich nicht um echtes Latein, sondern um eine deutschsprachige, oft altertümliche oder metaphorische Sprache, die den humorvollen Rahmen unserer Tradition unterstreicht.
Dies sind die drei Stufen der Mitgliedschaft (Stände) in der Schlaraffia. Jeder Interessent beginnt als Gast, wird zum Knappen aufgenommen und kann über den Junker zum Ritter ernannt werden. Diese Entwicklung spiegelt die wachsende Zugehörigkeit zur Gemeinschaft wider.
Der Schlaraffenpass ist ein Dokument für Mitglieder, das den Besuch anderer „Reyche“ (Ortsgruppen) weltweit dokumentiert. Da die Schlaraffia international vernetzt ist, ermöglicht er den einfachen Zugang zu befreundeten Vereinen rund um den Globus.
Dies ist die würdevolle schlaraffische Bezeichnung für das Versterben eines Mitglieds. Wir ehren unsere verstorbenen Freunde (Sassen) und halten ihr Andenken in unserer Chronik und in speziellen Gedenksippungen lebendig.
Was ist das „Vademecum“?
Als Krystallinen bezeichnen wir unsere Zusammenkünfte während der Sommermonate (Sommerung). Da die offizielle Spielzeit (Winterung) von Oktober bis April dauert, sind die Krystallinen informellere Treffen, oft mit Ausflügen oder Besichtigungen in und um Hameln.
Die Rüstung ist die traditionelle Kleidung, die wir während der Sippungen tragen. Sie besteht meist aus einem Helm und einem Umhang (Schlepp) in den Farben des jeweiligen Reyches. Diese Utensilien symbolisieren die Gleichheit aller Mitglieder und den Schutz vor dem Alltag.
Dies ist das offizielle Regelwerk der Schlaraffia. Es legt den rituellen Ablauf der Sippungen und die Verhaltensregeln fest. Es sorgt dafür, dass ein Schlaraffe aus Hameln sich in jedem anderen Reych weltweit sofort zurechtfindet.
Jede lokale Gruppe der Schlaraffia erhält bei ihrer Gründung eine fortlaufende Nummer. Die Nummer 336 identifiziert uns, das Reych „Ob der Hamel“, eindeutig innerhalb des weltweiten Bundes der Schlaraffia.
Die Stammrolle ist das offizielle Mitgliederregister eines Reyches. Sie führt alle Ritter, Junker und Knappen auf und dokumentiert die Geschichte und die Ämterverteilung innerhalb unseres Vereins „Ob der Hamel“.
Als Pilger bezeichnen wir einen Gast, der unser Reych (unseren Verein) in Hameln besucht, um die Schlaraffia kennenzulernen. Es ist die erste Stufe für jeden Herren, der Interesse an unserer Gemeinschaft, dem Humor und der Kunst hat. Pilger werden bei uns mit besonderer Gastfreundschaft aufgenommen.
Eine Schlaraffiade ist ein großes, oft überregionales Treffen oder Festspiel der Schlaraffen. Hier kommen Mitglieder aus vielen verschiedenen Städten zusammen, um gemeinsam Kunst und Humor in einem noch größeren Rahmen zu feiern.
Der Kanzler ist vergleichbar mit dem Schriftführer oder Geschäftsführer eines Vereins. Er kümmert sich um die Korrespondenz, die Einladungen zu den Sippungen und ist der zentrale Ansprechpartner für externe Anfragen sowie für den Kontakt zu anderen Reychen.
Eine Pön ist eine kleine, symbolische „Strafe“ oder Gebühr, die bei humorvollen Verstößen gegen das Zeremoniell (z. B. das Klingeln eines Handys) erhoben wird. Die Einnahmen fließen meist in die Vereinskasse oder werden für wohltätige Zwecke verwendet.
Der Marschall ist der Zeremonienmeister einer Sippung. Er sorgt für den reibungslosen Ablauf des Abends, begleitet Gäste (Pilger) an ihren Platz und unterstützt die „Herrlichkeit“ (den Vorstand) bei der Einhaltung des Protokolls.
Die Lethe symbolisiert das „Wasser des Vergessens“. Wenn ein Schlaraffe die Burg betritt und symbolisch von der Lethe trinkt, lässt er alle Sorgen, beruflichen Stress und politische Differenzen des Alltags draußen vor der Tür.
Die Winterung ist die offizielle Spielzeit der Schlaraffia. Sie beginnt im Oktober (Lethemond) und endet im April (Ostermond). In dieser Zeit finden die wöchentlichen Sippungen in der Rattenburg in Hameln statt.
A.U. ist die schlaraffische Zeitrechnung. Sie beginnt mit dem Gründungsjahr der Schlaraffia (1859). Um das aktuelle schlaraffische Jahr zu berechnen, zieht man 1859 vom aktuellen Kalenderjahr ab. Dies unterstreicht die lange Tradition unseres Bundes.
Als Herrlichkeit bezeichnen wir den Vorstand eines Reyches. Er besteht meist aus drei gleichberechtigten Vorsitzenden (den Oberschlaraffen), die die Sippungen leiten und den Verein nach außen und innen repräsentieren.
Das Klangbuch ist das offizielle Liederbuch der Schlaraffen. Da Musik und gemeinsamer Gesang wesentliche Bestandteile unserer Kultur sind, enthält es traditionelle Weisen und Lieder, die bei unseren Treffen in Hameln gesungen werden.
Die Allschlaraffia ist der weltweite Verband aller schlaraffischen Reyche. Sie dient als Dachorganisation, die die Einhaltung der Regeln (Spiegel) überwacht und die Gemeinschaft der über 10.000 Mitglieder rund um den Globus zusammenhält.
Als Burgfrauen bezeichnen wir die Ehefrauen und Partnerinnen unserer Sassen. Obwohl die Sippungen traditionell den Männern vorbehalten sind, spielen die Burgfrauen bei gemeinsamen Festen, Ausflügen und gesellschaftlichen Veranstaltungen eine zentrale Rolle.
Lulu ist der traditionelle Gruß der Schlaraffen. Er wird zur Begrüßung, als Ausdruck von Beifall oder zur Bestätigung genutzt. Er ist ein fröhliches Signal der Verbundenheit und hat nichts mit der kindlichen Profansprache zu tun.
Ein Ausritt bezeichnet den Besuch eines Schlaraffen in einem anderen Reych (einem anderen lokalen Verein). Da die Schlaraffia weltweit vernetzt ist, sind Ausritte eine beliebte Art, Freundschaften über Stadtgrenzen hinweg zu pflegen.
Die Zeytung ist das Nachrichtenblatt oder die Chronik eines Reyches. Hier werden Berichte über vergangene Sippungen, Einladungen und humorvolle Beiträge der Mitglieder veröffentlicht, um die Sassenschaft (Mitgliedschaft) informiert zu halten.
Als Sassenschaft bezeichnen wir die Gesamtheit aller ordentlichen Mitglieder eines Reyches. In Hameln bilden wir eine eingeschworene Gemeinschaft, die gemeinsam die Ideale von Kunst, Humor und Freundschaft lebt.
Ulul ist das schlaraffische Antonym (Gegenteil) zu „Lulu“. Während „Lulu“ Beifall und Zustimmung ausdrückt, wird „Ulul“ verwendet, um auf humorvolle Weise Missfallen, Ablehnung oder ein „Nein“ zu signalisieren. Es ist ein fester Bestandteil unseres ritterlichen Spiels, um Meinungen ohne „profane“ Ernsthaftigkeit kundzutun.
