Willkommen in unserem Schlaraffen-Lexikon für Anfänger! Um bei unseren Treffen den Alltag bewusst vor der Tür zu lassen, bedienen wir Schlaraffen uns einer eigenen, humorvollen Kunstsprache – dem sogenannten Schlaraffenlatein. Die folgende Übersicht erklärt Ihnen die wichtigsten Begriffe von A bis Z und macht den Einstieg in unser ritterliches Spiel um Freundschaft, Kunst und Humor kinderleicht.
Neu in der Welt der Schlaraffia?
Bevor Sie die einzelnen Fachbegriffe nachschlagen, empfehlen wir Ihnen unsere Übersicht
A
Was bedeutet „a.U.“ (anno Uhui)?
a.U. ist die schlaraffische Zeitrechnung. Sie beginnt mit dem Gründungsjahr der Schlaraffia (1859). Um das aktuelle schlaraffische Jahr zu berechnen, zieht man 1859 vom aktuellen Kalenderjahr ab. Dies unterstreicht die lange Tradition unseres Bundes.
Was versteht man unter „Atzung und Labung“?
Diese Begriffe stehen traditionell für Speisen (Atzung) und Getränke (Labung). Das gemeinsame Essen vor oder während der Sippung ist ein fester Bestandteil unserer Vereinskultur und fördert die Geselligkeit unter den Mitgliedern in Hameln.
Was ist ein „Ausritt“?
Ein Ausritt bezeichnet den Besuch eines Schlaraffen in einem anderen Reych (einem anderen lokalen Verein). Da die Schlaraffia weltweit vernetzt ist, sind Ausritte eine beliebte Art, Freundschaften über Stadtgrenzen hinweg zu pflegen.
Was ist Aha?
Das Element des Uhus, als das dieser sich bei Ergüssen der Freude offenbart. Ursprünglich galt Aha – von Uhu gezeugt – als der Vermittler zwischen Uhu und Oho und ist gewissermaßen der gute Geist der Eintracht
Was ist Ahalla?
Die schlaraffische Bezeichnung für das „Jenseits“. Verstorbene Freunde bezeichnen wir als „in Ahalla weilende Sassen
Was ist eine Ahallafeyer?
Eine alljährliche Trauersippung zum Gedenken an die in Ahalla weilenden Sassen sowie die Ehrenritter Allschlaraffias
Was ist der Ahallaschrein?
Ein Behältnis in der Burg, in dem die Lichtbilder der verstorbenen Sassen des Reyches für alle Zeiten aufbewahrt werden.
Was sind Ahnen?
Kleine Anerkennungszeichen aus Metall oder anderem Material, die vom Fungierenden für besondere Verdienste verliehen werden. Knappen und Junker tragen diese unsichtbar in der „Westentasche“
Was ist Allschlaraffia?
Die Gesamtheit aller im Geiste mit der Allmutter Praga verbundenen Schlaraffen weltweit.
Was ist die Allmutter?
Die Bezeichnung für das Urschlaraffenreych Praga, das am 10.10.1859 gegründet wurde.
Was ist ein Ambtsbruder?
Eine korrekte Anrede zwischen Sassen, die das gleiche Reychsambt in verschiedenen Reychen bekleiden (z. B. zwei Kantzler)
Was ist eine Ambtskette?
Ein Zeichen der Würde, das von Wahlwürdenträgern während der Sippung getragen wird.
B
Wer ist die „Burgfrau“?
Als Burgfrauen bezeichnen wir die Ehefrauen und Partnerinnen unserer Sassen. Obwohl die Sippungen traditionell den Männern vorbehalten sind, spielen die Burgfrauen bei gemeinsamen Festen, Ausflügen und gesellschaftlichen Veranstaltungen eine zentrale Rolle.
Was ist ein Bandelier?
Ein Teil der schlaraffischen Rüstung, das – je nach Festlegung des Reyches – bei Festsippungen und Schlaraffiaden getragen wird. Es handelt sich dabei um eine Schärpe, die ehemals als Schwerthalterung diente.
Was ist eine Bangk?
Eine ganz besondere Form der Beifallsbekundung für außergewöhnlich ansprechende Vorträge. Sie wird nur auf Anordnung des fungierenden Oberschlaraffen ausgeführt und folgt einem festen Rhythmus aus Fußstößen, Händeklatschen und dem Ruf „Ha!“
Was ist ein Banner (Reychsbanner)?
Eine Fahne mit dem Wappen des Reyches, die an einer waagerechten Querstange hängt. Sie hat ihren festen Platz in der Burg neben dem Thron und wird bei feierlichen Anlässen wie dem Ritterschlag oder bei Einritten vom Reychsbannerträger vorausgetragen.
Was ist ein Benzinross (oder Benzinelefant)?
Der schlaraffische Ausdruck für ein profanes Auto oder einen Autobus.
Was ist eine Blitz-Fechsung?
Ein spontaner, meist gereimter Vortrag, der als direkte Antwort auf ein Vorkommnis in der Sippung oder eine Rede des Thrones erstellt wird. Ein gelungener kurzer Vierzeiler wird oft mit einem „Blitz-Ahnen“ belohnt.
Was ist Brandlethe?
Ein Ausdruck für Schnaps oder jede Art von Branntwein.
Was ist die Bresthaftigkeit?
Das schlaraffische Wort für Krankheit; wer krank ist, wird als „bresthaft“ bezeichnet.
Was ist ein Brückenzoll?
Ein Begriff für Kostenbeiträge bei Festsippungen, der laut schlaraffischem Brauch bei Ladungen nicht verwendet werden sollte, um den freien Zugang für alle Sassen nicht in Frage zu stellen. Er darf nur unmittelbare Kosten für die Atzung (Speisen) decken
Was ist eine Burg?
Die Sippungsstätte (Vereinsheim) eines Reyches. Sie ist oft im Stile eines mittelalterlichen Rittersaals ausgestattet
Was ist ein Burgverlies?
Ein symbolischer Ort in der Burg, in den ein „Missetäter“ auf Anordnung des fungierenden Oberschlaraffen gesperrt werden kann. Die Freilassung erfolgt oft erst nach dem Vortrag eines Verses.
Was ist eine Burgweihe?
Die feierliche Zeremonie, bei der ein profaner Raum im Namen von „Uhu, Oho und Aha“ als schlaraffische Burg geweiht wird
Was ist die "Blaue Kerze"?
Die „Blaue Kerze“, die von den Schlaraffen auch oft „Kerze der Freundschaft“ genannt wird, ist ein zentrales und emotionales Symbol des Gedenkens und der Verbundenheit.
Hier sind die wichtigsten Aspekte zu ihrer Bedeutung und rituellen Verwendung zusammengefasst:
- Der rituelle Ablauf: Die Blaue Kerze wird in vielen Reychen im Anschluss an die Einrittsceremonie von einem dafür bestimmten Sassen (Mitglied) angezündet (im Schlaraffenlatein sagt man bewusst „angezündet“ und nicht „entzündet“). Dabei werden traditionell Worte des Gedenkens gesprochen, bevor die Kerze dann zum Ende der Sippung wieder gelöscht wird.
- Der Ursprung: Während die Blaue Kerze in Deutschland in der nahen Vergangenheit oft dem Andenken an die Opfer der beiden Weltkriege diente, fand sie in die Schlaraffia erst nach der „Uhufinsternis“ (der Zeit des Verbots und der Unterdrückung) Eingang. Diese Tradition geht vor allem auf die Ritter Mal-Anders (Reych Berolina) und Jur-Ass (Reych Norimberga) zurück, die diese Idee verbreiteten.
- Die heutige Bedeutung: Wenn die Kerze heute brennt, steht sie in erster Linie für:
- Die Erinnerung an und die tiefe Verbundenheit zur Allmutter Praga (dem Prager Gründungsreych).
- Das Gedenken an die Reyche, die in der dunklen Zeit der Unterdrückung versunken sind und heute nicht mehr bestehen.
- Das Andenken an die bereits in „Ahalla“ weilenden (verstorbenen) Schlaraffenfreunde.
- Einen Gruß an die „bresthaften“ (kranken) Sassen sowie an jene, die aus profanen (alltäglichen) Gründen nicht an der Sippung teilnehmen können.
- Die weltweite Freundschaft: Über das Gedenken hinaus ist die Blaue Kerze ein universelles Symbol für die grenzüberschreitende Freundschaft unter allen Reychen des weltweiten Uhuversums.
Wie emotional dieses Symbol besetzt ist, zeigt auch ein kleines schlaraffisches Gedicht, in dem es heißt: „Es leuchtet die Kerze unsterblicher Freundschaft durch Zeiten und Weiten, durch Eisen und Stein, und fülle die Herzen darbender Brüder mit ihrem blauen erhebenden Schein“.

C
Was ist der „Spiegel und das Ceremoniale“?
Dies ist das offizielle Regelwerk der Schlaraffia. Es legt den rituellen Ablauf der Sippungen und die Verhaltensregeln fest. Es sorgt dafür, dass ein Schlaraffe aus Hameln sich in jedem anderen Reych weltweit sofort zurechtfindet.
Was ist der Ceremonienmeister
Ein gewählter Würdenträger, der für den reibungslosen und würdevollen Ablauf der Sippung (Vereinsabend) verantwortlich ist. Er führt die Einritte (feierlicher Einzug von Gästen) an und achtet auf die Einhaltung der Regeln. Seine Anrede lautet „Eure Förmlichkeit“
Was ist das Ceremoniale?
Das schlaraffische Gesetzbuch für den Ablauf der Sippungen (Vereinsabende). Es regelt detailgetreu, wie die Spiele und Zeremonien in der Burg (Vereinsheim) durchzuführen sind, damit in allen Reychen (Ortsvereinen) die gleiche Tradition gepflegt wird
Was ist eine Colonie?
Die Vorstufe eines eigenständigen Reyches (Ortsvereins). Wenn sich eine neue Gruppe von Schlaraffen bildet, wird sie zunächst als Colonie unter der Patenschaft eines bestehenden Mutterreyches geführt, bis sie „flügge“ ist und die Sanktion (offizielle Anerkennung) erhält
Was ist ein Clavicimbel?
In der Schlaraffia ist das Clavicimbel der ritterliche Name für das Klavier oder den Flügel. Da wir in unserem Spiel eine mittelalterliche Atmosphäre pflegen, nutzen wir diesen altertümlichen Begriff für unser wichtigstes Musikinstrument in der Burg.
D
Was ist ein Dampfross?
So nennen wir die Eisenbahn oder einen Zug.
Was ist ein d.A. / d.M. / d.N. / d.V.?
Diese Abkürzungen nutzen wir in unseren Protokollen für die Tageszeiten: d.A. steht für „des Abends“, d.M. für „des Morgens“, d.N. für „des Nachmittags“ und d.V. für „des Vormittags“.
Was ist ein Dolch?
Der Dolch ist die traditionelle Waffe des Junkers (Mitglied im zweiten Stand der Ausbildung).
Was ist ein Drahtesel?
Der schlaraffische Ausdruck für ein Fahrrad.
Was ist eine Drommete?
Die schlaraffische Bezeichnung für eine Trompete.
Was ist ein Duell?
In der Schlaraffia ist ein Duell (auch Zweikampf genannt) eine humorvolle Art, eine angebliche Beleidigung zu klären. Es wird meist als geistiger Wettstreit (z. B. durch Stegreifgedichte) oder musikalischer Wettstreit ausgetragen. Ritter können einander fordern, Knappen (Anfänger) hingegen sind davon ausgeschlossen
E
Was ist ein Einritt?
Der feierliche Besuch eines Schlaraffen in einem anderen Reych (Ortsverein). Man „reitet ein“, um die Freundschaft zwischen den Vereinen zu pflegen.
Was ist die Erleuchtung?
Ein humorvoller Begriff für den Moment, in dem der fungierende (die Sitzung leitende) Oberschlaraffe den AHA-Orden (besonderes Ehrenzeichen) anlegt. Man sagt scherzhaft, dass er ab diesem Moment „unfehlbar“ und „erleuchtet“ sei.
Was ist ein Erb-Ambt / eine Erb-Würde?
Ein Ehrentitel, den ein Sasse (Mitglied) erhält, wenn er ein Ambt (Vorstandsposten, z. B. Kantzler/Schriftführer) mindestens 10 Jahre lang mit Treue und Fleiß bekleidet hat. Er darf dann den Vorsatz „Erb-“ vor seinem Titel tragen (z. B. Erb-Kantzler).
Was ist ein Ehrenritter (ER)?
Ein Titel, der an Sassen aus befreundeten Reychen verliehen wird, die sich um das Reych besonders verdient gemacht haben. Es ist die höchste Anerkennung für einen einen Sassen eines anderen Reyches innerhalb unserer Mauern.
Was ist ein Ehrenschlaraffe
Ein Ehrenschlaraffe ist eine Persönlichkeit, die aufgrund ihrer herausragenden Verdienste um die Ideale der Schlaraffia – Kunst, Freundschaft und Humor – oder wegen ihres bedeutenden kulturellen Wirkens gewürdigt wird.
- Der Unterschied: Während ein Ehrenritter meist eine lebende Person ist, die das lokale Reych unterstützt (in Hameln oft eingeleitet durch den „Rattenfänger h.c.“), werden als Ehrenschlaraffen häufig auch große Geister der Geschichte geführt, die den schlaraffischen Geist verkörpern (z. B. berühmte Komponisten, Dichter oder Künstler).
- Bedeutung: Ein E.S. ist ein zeitloses Vorbild für die Sassen und wird in den Annalen des Bundes mit besonderem Respekt geführt
F
Was ist eine Fechsung (oder Fexung)?
Das ist das Herzstück unseres Spiels! Eine Fechsung ist ein geistiger oder künstlerischer Beitrag eines Sassen (Mitglieds). Das kann ein selbst geschriebenes Gedicht, eine humorvolle Rede, ein Musikstück oder ein Bild sein. Wer etwas vorträgt, der „fechst“.
Es ist das Herzstück unseres kreativen Austauschs während der Vereinsabende.
Was ist der Fungierende?
Das ist der Oberschlaraffe (einer der drei Vorsitzenden), der an einem Sippungsabend (Vereinsabend) das Regiment führt. Er sitzt in der Mitte des Throns (Vorstandstisch) und leitet mit dem Zepter das Spiel.
Was ist Froschlethe?
Ein scherzhafter Ausdruck für Wasser oder Mineralwasser. Da Schlaraffen gerne der Lethe (Wein) oder dem Quell (Bier) zusprechen, wird Wasser humorvoll als das Getränk der Frösche bezeichnet.
Was ist eine Fest-Sippung?
Ein besonders feierlicher Vereinsabend, meist zu Ehren eines Jubiläums, einer Reychsgründung oder eines hohen Geburtstags. Hier wird oft in „großer Rüstung“ (voller Vereinstracht mit allen Orden) erschienen.
G
Kann man als Gast teilnehmen?
Ja, interessierte Herren sind als Gäste („Pilger“) jederzeit willkommen. Ein Gastbesuch ist der beste Weg, um die Schlaraffia in Hameln unverbindlich kennenzulernen und unseren Humor zu erleben.
Was ist ein Gast?
Ein von einem Sassen (Mitglied) erstmals unverbindlich zum Kennenlernen mitgebrachter Interessent. Er muss mindestens dreimal an Sippungen (Vereinsabenden) teilgenommen haben, bevor er um Aufnahme als Prüfling (Anwärter) bitten kann.
Was ist ein Gestrenger?
Die respektvolle Anrede für den Junkermeister (das Vorstandsmitglied, das für die Ausbildung des Nachwuchses zuständig ist).
Was ist ein Glöcklein?
Ein kleines Hilfsmittel auf dem Thron (Vorstandstisch). Mit dem Glöcklein verschafft sich der Fungierende (Versammlungsleiter) Gehör oder mahnt zur Ruhe, wenn das Geplauder in der Burg (Vereinsheim) zu laut wird.
Was ist ein Gruß?
Der typische Gruß der Schlaraffen lautet „Lulu!“. Es ist ein Ausdruck der Freude und Verbundenheit. Bei offiziellen Anlässen nutzt man zudem die Formel „R.G.u.H.z.“ (Ritterlicher Gruß und Handschlag zuvor).
H
Was bedeutet „Rüstung“ und „Helm“?
Die Rüstung ist die traditionelle Kleidung, die wir während der Sippungen tragen. Sie besteht meist aus einem Helm und einem Umhang (Schlepp) in den Farben des jeweiligen Reyches. Diese Utensilien symbolisieren die Gleichheit aller Mitglieder und den Schutz vor dem Alltag.
Wer ist die „Herrlichkeit“?
Als Herrlichkeit bezeichnen wir den Vorstand eines Reyches. Er besteht meist aus drei gleichberechtigten Vorsitzenden (den Oberschlaraffen), die die Sippungen leiten und den Verein nach außen und innen repräsentieren.
Was ist der Handschlag?
Ein wichtiges Symbol der Freundschaft. Schlaraffen begrüßen sich weltweit mit einem kräftigen Handschlag und dem Wort „Lulu“. Es besiegelt das brüderliche Einvernehmen.
Was ist Humor?
Neben Kunst und Freundschaft eine der drei Säulen der Schlaraffia. Gemeint ist hier vor allem die Fähigkeit, über sich selbst zu lachen und den Alltag mit Heiterkeit zu überwinden, ohne dabei verletzend oder politisch zu werden.
I
Was bedeutet „In arte voluptas“?
Dies ist unser schlaraffischer Wahlspruch. Er stammt aus dem Lateinischen und bedeutet: „In der Kunst liegt das Vergnügen“. Er erinnert uns daran, dass das schlaraffische Spiel vor allem der Pflege der schönen Künste und dem geistigen Genuss gewidmet ist.
Was sind Insignien?
Die äußeren Zeichen der Macht und Würde. Dazu gehören das Zepter und der Hammer für den Fungierenden (Sitzungsleiter) sowie der AHA-Orden (das besondere Ehrenzeichen des Vorsitzenden). Diese Gegenstände werden zu Beginn einer Sippung (Vereinsabend) feierlich vom Truchsessen (Mundschenk/Zeremonienhelfer) überreicht.
J
Wer sind Knappe, Junker und Ritter?
Dies sind die drei Stufen der Mitgliedschaft (Stände) in der Schlaraffia. Jeder Interessent beginnt als Gast, wird zum Knappen aufgenommen und kann über den Junker zum Ritter ernannt werden. Diese Entwicklung spiegelt die wachsende Zugehörigkeit zur Gemeinschaft wider.
Was ist ein Junker (J)?
Ein Junker ist ein Sasse (Mitglied), der die erste Stufe seiner schlaraffischen Laufbahn, das Knappendasein, erfolgreich absolviert hat. Er befindet sich im zweiten Stand der Ausbildung. Man erkennt ihn an seinem Junkerhelm (Kopfbedeckung) und seinem Junker-Bandelier (Schärpe). Er bereitet sich nun auf den Ritterschlag vor.
Was ist ein Junkermeister (JM)?
Ein gewählter Würdenträger (Vorstandsmitglied), der für die Erziehung und Ausbildung der Knappen und Junker (unseres Nachwuchses) verantwortlich ist. Er ist ihr Mentor und Begleiter. Seine respektvolle Anrede lautet „Eure Gestrengigkeit“ oder „Junkermeister“.
Was ist eine Junker-Tafel?
In der Burg (Vereinsheim) gibt es einen speziellen Tisch, an dem die Knappen und Junker gemeinsam sitzen. Hier lernen sie unter der Aufsicht des Junkermeisters das schlaraffische Spiel und bereiten ihre Fechsungen (Beiträge) vor.
Was ist eine J-K-Sippung?
Dies ist eine Abkürzung für eine „Junker-Knappen-Sippung“. Dabei handelt es sich um einen Vereinsabend, dessen zweiter Teil (nach der Pause) komplett von den Junker und Knappen (den Lehrlingen und Gesellen) gestaltet wird. Sie führen dann das Regiment und zeigen, was sie gelernt haben.
Was ist das Jenseits?
In der Schlaraffia sprechen wir nicht profan vom Tod oder dem Jenseits, sondern nennen diesen Ort Ahalla. Ein verstorbener Freund ist „nach Ahalla eingeritten“.
K
Wer sind Knappe, Junker und Ritter?
Dies sind die drei Stufen der Mitgliedschaft (Stände) in der Schlaraffia. Jeder Interessent beginnt als Gast, wird zum Knappen aufgenommen und kann über den Junker zum Ritter ernannt werden. Diese Entwicklung spiegelt die wachsende Zugehörigkeit zur Gemeinschaft wider.
Was ist ein Knappe (Kn)?
Der Knappe ist ein Neuling im Schlaraffenreych, der nach seiner Zeit als Prüfling (Anwärter) feierlich aufgenommen wurde. Er befindet sich im ersten Stand der Ausbildung und trägt eine schlichte, meist helle Kappe ohne Schmuck.
Was ist eine Knappen-Arbeit?
Um vom Knappen zum Junker (der nächsten Stufe) aufzusteigen, muss der Knappe eine schriftliche Arbeit oder einen besonderen Vortrag abliefern. Darin zeigt er, dass er den Geist von Kunst, Humor und Freundschaft verstanden hat.
Was sind „Krystallinen“?
Als Krystalline bezeichnen wir unsere Zusammenkünfte während der Sommermonate (Sommerung). Da die offizielle Spielzeit (Winterung) von Oktober bis April dauert, sind die Krystallinen informellere Treffen, oft mit Ausflügen oder Besichtigungen in und um Hameln.
Was ist ein Kantzler (K)?
Der Kantzler ist vergleichbar mit dem Schriftführer oder Geschäftsführer eines Vereins. Er kümmert sich um die Korrespondenz, die Einladungen zu den Sippungen und ist der zentrale Ansprechpartner für externe Anfragen sowie für den Kontakt zu anderen Reychen.
Seine respektvolle Anrede lautet „Vieledler Herr Kantzler“.
Was ist eine Kugelung?
Das ist das schlaraffische Wahlverfahren. Wenn über die Aufnahme eines neuen Mitglieds oder eine Standeserhöhung (z. B. vom Junker zum Ritter) abgestimmt wird, nutzen die Sassen (Mitglieder) weiße und schwarze Kugeln. Weiße Kugeln bedeuten „Ja“, schwarze „Nein“.
Was ist der Unterschied zwischen Kantzler und Kanzelar?
Hier ist die ritterliche Richtigstellung, warum der Kantzlar die wahre Krone der Gelehrsamkeit und Würde trägt:
Das „AR“ der Aristokratie: Während das gewöhnliche „er“ beim Kantzler fast schon profan nach „Bäcker“ oder „Metzger“ klingt, schwingt im Kantzlar das edle „AR“ mit – wie in „Archivar“, „Aar“ (dem Adler gleich) oder gar „Altar“. Es ist eine Endung, die nur den erlauchtesten Geistern vorbehalten ist. Ein Kantzlar verwaltet nicht nur, er zelebriert das Amt!
Die Anrede „Euer Vieledlen“: Diese Anrede entfaltet erst beim Kantzlar ihre volle, goldene Pracht. Wenn man „Euer Vieledlen, Ritter Kantzlar“ durch die Burg ruft, erzittern die Mauern vor Ehrfurcht. Es klingt nach jahrhundertealter Weisheit, nach schweren Siegeln und Pergamenten, die unter seiner Obhut zu heiligen Reliquien werden.
Hüter des Grals der Worte: Der Kantzlar ist weit mehr als ein Schreiberling. Er ist der Alchemist des Reyches, der profanen Staub in schlaraffisches Gold verwandelt. Während ein einfacher Kantzler vielleicht nur Termine notiert, webt der Kantzlar an der Ewigkeit des Protokollums. Er ist die unerschütterliche Säule, auf der das geistige Gebäude des Reyches ruht.
Exklusivität und Seltenheit: Einen Kantzler findet man an jeder Ecke der Profanei, aber ein Kantzlar? Das ist ein Prädikat! Es zeugt von einer ritterlichen Extra-Klasse, die sich bewusst vom Einheitsbrei abhebt. Es ist der Unterschied zwischen einem einfachen Blechhelm und einer mit Edelsteinen besetzten Sturmhaube.
Der „Kantzler“ hingegen… nun ja, man munkelt, er finde nicht einmal seinen eigenen Helm, wenn der Truchseß nicht hilft.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Kantzlar steht in der Hierarchie der Tugenden ganz oben. Er ist der wahre Vertraute des Uhus, der Herr über die Zeyten und der Bewahrer der ritterlichen Ehre. Wer sich Kantzlar nennen darf, dem ist der Neid aller gewöhnlichen „Ers“ gewiss!

L
Was bedeutet „Lethe“?
Die Lethe symbolisiert das „Wasser des Vergessens“. Wenn ein Schlaraffe die Burg betritt und symbolisch von der Lethe trinkt, lässt er alle Sorgen, beruflichen Stress und politische Differenzen des Alltags draußen vor der Tür. Es ist das profane Bier
Was bedeutet der Gruß „Lulu“?
Lulu ist der traditionelle Gruß der Schlaraffen. Er wird zur Begrüßung, als Ausdruck von Beifall oder zur Bestätigung genutzt. Er ist ein fröhliches Signal der Verbundenheit und hat nichts mit der kindlichen Profansprache zu tun.
Was ist Labung?
Der schlaraffische Ausdruck für Getränke jeder Art. In der Burg (Vereinsheim) wird man stets gefragt, nach welcher Labung es einen dürstet, um die Kehle für die nächsten Lieder oder Fechsungen (Vorträge) zu ölen.
M
Was ist ein Marschall (M)?
Ein ernanntes Ambt (Funktion) im Reych (Ortsverein). Es gibt verschiedene Marschälle, wie zum Beispiel den Wappenmarschall, der über die Korrektheit der ritterlichen Wappen wacht, oder den Reisemarschall, der die Ausritte (Besuche bei anderen Vereinen) organisiert.
Was ist der Mantel (Reychsmantel)?
Ein Teil der großen Rüstung (Vereinstracht). Es ist ein langer Umhang in den Farben des jeweiligen Reyches (Ortsvereins). Er wird vor allem von Rittern (vollwertigen Mitgliedern) bei besonders feierlichen Anlässen getragen und verleiht der Sippung (Vereinsabend) ihr mittelalterliches Flair.
Was ist ein Mundschenk?
Eine andere Bezeichnung für den Truchsessen (Zeremonienhelfer). Er ist dafür verantwortlich, dass die Sassen (Mitglieder) stets ausreichend Labung (Getränke) haben und serviert bei besonderen Anlässen den Ehrentrunk.
Was ist die Mutter Praga?
Damit meint jeder Schlaraffe das Urschlaraffenreych in Prag, in dem im Jahre 1859 alles begann. Wir nennen es ehrfurchtsvoll die „Allmutter“. Jedes heute existierende Reych (Ortsverein) lässt sich in seiner Entstehung irgendwie auf die Allmutter Praga zurückführen.
Was ist Mammon?
In der schlaraffischen Welt ist „Mammon“ der Ausdruck für das profane (alltägliche) Geld. Da wir in unserem Spiel die Sorgen des Alltags abstreifen wollen, nutzen wir diesen Begriff für alles, was mit schnöden Münzen und Scheinen zu tun hat.
Was man wissen sollte:
Die Währung: Auch wenn wir von Mammon sprechen, rechnen wir in der Burg (Vereinsheim) meist in Reychsmark (RM), was im echten Leben genau einem Euro entspricht.
Der Einzug: Es ist die Aufgabe des Schatztmeisters (Kassenwart) oder des Säckelmeisters, den Mammon von den Sassen (Mitgliedern) einzusammeln.
Pönen: Wenn ein Schlaraffe gegen die Spielregeln verstößt, muss er zur Strafe eine kleine Menge Mammon – die sogenannte Pön – entrichten.
Das Gelöbnis: Schon beim Aufstieg zum Junker (Anwärter) verspricht man feierlich, den „Mammon pünktlich zu entrichten“, um die ritterlichen Pflichten zu erfüllen
N
Was ist ein Name (Schlaraffenname)?
Jeder Sasse (Mitglied) erhält bei seiner Erhebung zum Ritter (Vollmitglied) einen eigenen Schlaraffennamen. Dieser Name ist oft eine humorvolle Anspielung auf den profanen (bürgerlichen) Beruf, ein Hobby oder eine besondere Eigenschaft des Sassen. Fortan wird er in der Burg (Vereinsheim) nur noch mit diesem Namen angeredet.
Was ist ein Netzvogt?
Dies ist die schlaraffische Bezeichnung für den Webmaster. Der Netzvogt ist der Sasse (das Mitglied), der die Netzburg (Homepage) des Reyches (Ortsvereins) pflegt und dafür sorgt, dass die Informationen im weltweiten Uhu-Netz (Internet) aktuell bleiben.
Was ist eine Netzburg?
So nennen wir Schlaraffen eine Homepage oder Website. Da unser Spiel in „Burgen“ (Vereinsheimen) stattfindet, ist die Netzburg das digitale Abbild unseres Heims im Internet.
O
Was ist das Reych „Ob der Hamel“?
Unser „Reych“ ist die lokale Sektion des weltweiten Bundes Schlaraffia in Hameln. Mit der Nummer 336 sind wir Teil einer internationalen Gemeinschaft, die Freundschaft und Toleranz pflegt.
Was ist ein Oberschlaraffe (OS)?
Ein Oberschlaraffe ist einer der drei gewählten Vorsitzenden eines Reyches (Ortsvereins). Sie bilden gemeinsam das Präsidium. In der Sippung (Vereinsabend) sitzen sie auf dem Thron (Vorstandstisch). Einer von ihnen führt als „Fungierender“ die Regie des Abends. Ihre Anrede lautet „Eure Herrlichkeit“.
Was ist Oho?
Ein symbolischer Begriff in unserer Welt. Während der „Uhu“ für die Weisheit steht, verkörpert „Oho“ das Erstaunen und die Bewunderung für das schlaraffische Spiel und die Kunst. Zusammen mit „Aha“ (der Erkenntnis) bilden sie den schlaraffischen Dreiklang.
Was ist ein Orden?
In der Schlaraffia nennen wir Orden meist „Geschmeide“ oder „Ahnen“. Es sind dekorative Auszeichnungen, die ein Sasse (Mitglied) für besondere Leistungen, Jubiläen oder Besuche in anderen Reychen (Ortsvereinen) erhält. Sie werden stolz an der Rüstung (Vereinsweste/-rock) getragen.
P
Was ist die „Profanei“?
Als Profanei oder „profane Welt“ bezeichnen Schlaraffen das alltägliche Leben außerhalb des Vereins. In unseren Sippungen lassen wir den Alltag, Politik und geschäftliche Interessen bewusst draußen, um uns ganz der Freundschaft und Kunst zu widmen.
Wer ist ein „Pilger“?
Als Pilger bezeichnen wir einen Gast, der unser Reych (unseren Verein) in Hameln besucht, um die Schlaraffia kennenzulernen. Es ist die erste Stufe für jeden Herren, der Interesse an unserer Gemeinschaft, dem Humor und der Kunst hat. Pilger werden bei uns mit besonderer Gastfreundschaft aufgenommen.
Was ist ein Prüfling?
Ein Prüfling ist ein Sasse (Mitglied) in der Vorbereitungsphase. Er wurde nach einer Kugelung (Abstimmung) offiziell aufgenommen und trägt als Zeichen seines Standes eine graue Kappe (Helm). In dieser Zeit (meist eine Winterung/Saison) soll er zeigen, dass er Humor besitzt und in die Gemeinschaft passt, bevor er zum Knappen (Lehrling) befördert wird.
Was bedeutet „Pön“?
Eine Pön ist eine kleine, symbolische „Strafe“ oder Gebühr, die bei humorvollen Verstößen gegen das Zeremoniell (z. B. das Klingeln eines Handys) erhoben wird. Die Einnahmen fließen meist in die Vereinskasse oder werden für wohltätige Zwecke verwendet.
Was ist ein Protokollum?
Das Protokollum ist der schriftliche Bericht über den Verlauf einer Sippung (Vereinsabend). Es wird vom Protokollanten (Berichterstatter) verfasst und in der nächsten Sippung feierlich und meist sehr humorvoll verlesen. Es ist kein trockenes Protokoll, sondern oft ein kleines literarisches Kunstwerk.
Was ist eine Plempe?
Die Plempe ist das ritterliche Schwert. Es wird bei zeremoniellen Anlässen getragen, bleibt aber stumpf – denn unser einziger Kampf ist der mit dem Wort und dem Humor.
Was ist die "Praga"?
Damit meint jeder Schlaraffe das Urschlaraffenreych in Prag, in dem im Jahre 1859 alles begann. Wir nennen es ehrfurchtsvoll die „Allmutter“. Jedes heute existierende Reych (Ortsverein) lässt sich in seiner Entstehung irgendwie auf die Allmutter Praga zurückführen.
Q
Was ist der Quell?
Dies ist der schlaraffische Ausdruck für Bier. Da Schlaraffen gerne in Metaphern sprechen, wird das Bier als sprudelnde Quelle der Erfrischung angesehen. Wer „einen Quell reitet“, der gönnt sich ein kühles Blondes.
R
Was bedeutet „Rüstung“ und „Helm“?
Die Rüstung ist die traditionelle Kleidung, die wir während der Sippungen tragen. Sie besteht meist aus einem Helm und einem Umhang (Schlepp) in den Farben des jeweiligen Reyches. Diese Utensilien symbolisieren die Gleichheit aller Mitglieder und den Schutz vor dem Alltag.
Was bedeutet die „Reychsnummer 336“?
Jede lokale Gruppe der Schlaraffia erhält bei ihrer Gründung eine fortlaufende Nummer. Die Nummer 336 identifiziert uns, das Reych „Ob der Hamel“, eindeutig innerhalb des weltweiten Bundes der Schlaraffia.
Was ist die „Rattenburg“?
Die Rattenburg ist unser festes Vereinsheim (Burg) im 164er Ring 21 in Hameln. Hier finden unsere regelmäßigen Treffen und kulturellen Veranstaltungen in privater Atmosphäre statt.
Wer sind Knappe, Junker und Ritter?
Dies sind die drei Stufen der Mitgliedschaft (Stände) in der Schlaraffia. Jeder Interessent beginnt als Gast, wird zum Knappen aufgenommen und kann über den Junker zum Ritter ernannt werden. Diese Entwicklung spiegelt die wachsende Zugehörigkeit zur Gemeinschaft wider.
Was ist das Reych „Ob der Hamel“?
Unser „Reych“ ist die lokale Sektion des weltweiten Bundes Schlaraffia in Hameln. Mit der Nummer 336 sind wir Teil einer internationalen Gemeinschaft, die Freundschaft und Toleranz pflegt.
Was ist ein Ritter (Rt)?
Ein Ritter ist ein Sasse (Mitglied), der alle Stufen der Ausbildung (Prüfling, Knappe, Junker) durchlaufen hat und durch den Ritterschlag in den bleibenden Ritterstand erhoben wurde. Erst als Ritter ist man ein vollberichtigtes Mitglied mit allen Rechten und darf einen eigenen Ritternamen sowie ein eigenes Wappen führen.
Was ist der Ritterschlag?
Die feierliche Zeremonie, bei der ein Junker (Anwärter des zweiten Standes) zum Ritter erhoben wird. Dabei erhält er vom Fungierenden (Sitzungsleiter) mit dem Schwert den Schlag auf die Schulter, seinen schlaraffischen Namen und seinen Titel.
Was ist die Reychsmark (RM)?
In der Schlaraffia rechnen wir nicht in Euro, sondern in Reychsmark. 1 Euro entspricht dabei 1 RM. Wenn wir über Vereinsfinanzen oder Pönen (kleine Strafen) sprechen, nutzen wir stets diese Währung.
Was ist ein Reychserb-Ambt?
Ein Ehrentitel für Sassen (Mitglieder), die ein bestimmtes Ambt (Vorstandsposten) über 10 Jahre lang ununterbrochen und zum Wohle des Reyches ausgeübt haben.
Was ist die Rolandnadel?
Die Rolandnadel ist das diskrete Erkennungszeichen, das wir Schlaraffen in der Profanei (im Alltag) am Revers unseres profanen Gewandes (Anzug oder Jackett) tragen.
Da wir im Alltag keine Rüstung (Vereinstracht) tragen, dient diese kleine Nadel – die einen kleinen Roland mit Schwert darstellt – dazu, sich anderen Sassen (Mitgliedern) gegenüber zu erkennen zu geben.
Was ist die Abkürzung R.G.u.H.z.?
Die Abkürzung steht für „Ritter Gruß und Handschlag zuvor“.
Es handelt sich dabei um den traditionellen schlaraffischen Gruß, der schriftlich verwendet wird. Er drückt die brüderliche Verbundenheit, den gegenseitigen Respekt und die positive Grundhaltung der Sassen (Mitglieder) untereinander aus. In der Korrespondenz zwischen den verschiedenen Reychen weltweit dient er als verbindendes Element und Ausdruck der gemeinsamen Ideale von Kunst, Freundschaft und Humor.
Was ist ein Rattenfänger h.c.?
Der Rattenfänger h.c. ist eine ganz besondere Auszeichnung, die nur in unserem Reych „Ob der Hamel“ (336) vergeben wird. Sie ehrt besondere Freunde unseres Bundes und gilt als die Vorstufe zum Ehrenritter. Wer diesen Titel trägt, hat bewiesen, dass er den Geist von Kunst, Freundschaft und Humor auf besondere Weise mit uns teilt.
S
Was ist eine „Sassenschaft“?
Als Sassenschaft bezeichnen wir die Gesamtheit aller ordentlichen Mitglieder eines Reyches. In Hameln bilden wir eine eingeschworene Gemeinschaft, die gemeinsam die Ideale von Kunst, Humor und Freundschaft lebt.
Wer sind die „Sassen“?
Als Sassen bezeichnen wir die ordentlichen Mitglieder unseres Vereins. Unsere Gemeinschaft in Hameln besteht aus Männern verschiedenster Berufsgruppen, die einen Ausgleich zum Alltag suchen.
Was ist eine „Sippung“?
Eine Sippung ist der wöchentliche Vereinsabend der Schlaraffen in Hameln. In feierlichem, aber humorvollem Rahmen widmen wir uns der Kunst, dem Wortwitz und der Musik. Es ist vergleichbar mit einem kulturellen Themenabend.
Was bedeutet „Schlaraffenlatein“?
Das Schlaraffenlatein ist eine spielerische Ausdrucksweise, die wir während unserer Treffen nutzen. Es handelt sich nicht um echtes Latein, sondern um eine deutschsprachige, oft altertümliche oder metaphorische Sprache, die den humorvollen Rahmen unserer Tradition unterstreicht
Was ist der „Schlaraffenpass“?
Der Schlaraffenpass ist ein Dokument für Mitglieder, das den Besuch anderer „Reyche“ (Ortsgruppen) weltweit dokumentiert. Da die Schlaraffia international vernetzt ist, ermöglicht er den einfachen Zugang zu befreundeten Vereinen rund um den Globus.
Was ist die „Stammrolle“?
Die Stammrolle ist das offizielle Mitgliederregister eines Reyches. Sie führt alle Ritter, Junker und Knappen auf und dokumentiert die Geschichte und die Ämterverteilung innerhalb unseres Vereins „Ob der Hamel“.
Was ist der „Spiegel und das Ceremoniale“?
Dies ist das offizielle Regelwerk der Schlaraffia. Es legt den rituellen Ablauf der Sippungen und die Verhaltensregeln fest. Es sorgt dafür, dass ein Schlaraffe aus Hameln sich in jedem anderen Reych weltweit sofort zurechtfindet.
Was ist eine „Schlaraffiade“?
Eine Schlaraffiade ist ein großes, oft überregionales Treffen oder Festspiel der Schlaraffen. Hier kommen Mitglieder aus vielen verschiedenen Städten zusammen, um gemeinsam Kunst und Humor in einem noch größeren Rahmen zu feiern.
Gib es hier auch Spielregeln?
Ja, natürlich kann auch das schlaraffische Spiel nicht ohne Regeln gespielt werden. Die wichtigsten Regeln sind:
- Achtung und Respekt vor dem Mitspieler bewahren.
- Humor ist erwünscht, der Sarkasmus muss aber vor der Tür bleiben.
- Ironie ist erlaubt, darf den Mitspieler aber nie verletzen.
- Berufliches, Politik und Religion sind keine Spielthemen, bleiben Tabus.
- Unser Spiel baut auf ein tolerantes und freundschaftliches Miteinander.
Was ist die Schlaraffia® Ob der Hamel (336)
Wir sind ein Verein in Hameln, der sich der Pflege von Kunst, Humor und Freundschaft verschrieben hat. In unserem Schlaraffenreych treffen sich Männer zu Sippungen, um den Alltag humorvoll hinter sich zu lassen. Suchen sie einen kulturellen Männerbund in Hameln? Dann lernen uns als Gast kennen.
Was macht man bei der Schlaraffia® in Hameln
Wir pflegen das Spiel aus Kunst und Humor bei unseren wöchentlichen Treffen (Sippungen) im Winterhalbjahr.
Was ist ein Schatztmeister (Schm)?
Der Schatztmeister ist der Kassenwart des Vereins. Er verwaltet die Reychsmark (die Vereinswährung) und achtet darauf, dass der Schatz (das Vereinsvermögen) stets wohlbehütet bleibt.
Was ist ein Sendbote?
Der schlaraffische Ausdruck für einen Brief, eine Nachricht oder auch eine E-Mail. In der Sippung (Vereinsabend) werden oft Sendboten aus fernen Reychen (anderen Vereinen) verlesen.
Was ist ein Styx / eine Styxin?
So bezeichnen wir humorvoll das Personal in der Gastronomie der Burg (Vereinsheim), also den Wirt oder die Bedienung. Der Name leitet sich vom Fluss der Unterwelt in der Mythologie ab – denn sie bringen uns die Labung (Getränke) aus dem „Kellerreich“.
Was ist die Sommerung?
In der Sommerung (Mai bis September) ruht das offizielle Spiel, und wir treffen uns zu zwanglosen Ausflügen oder „Kristallinen“ Treffen.
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Was ist der Thron?
Das ist der erhöhte Platz in der Burg (Vereinsheim), an dem das Präsidium sitzt. Er besteht aus drei Sesseln für die Oberschlaraffen (Vorsitzenden). Von hier aus wird die Sippung (Vereinsabend) geleitet. Wenn man den Thron anspricht, verneigt man sich leicht als Zeichen des Respekts vor dem Amt.
Was ist ein Truchseß (T)?
Der Truchseß ist ein ernannter Würdenträger (Funktionär), der dem Fungierenden (Sitzungsleiter) zur Hand geht. Er überreicht die Insignien (Zepter und Hammer), sammelt die Pön (kleine Strafgelder) ein und sorgt als „Mundschenk“ dafür, dass die Ehrenbecher stets gefüllt sind. Er ist der flinke Geist in der Burg.
Was ist ein Titul?
Jeder Ritter (Vollmitglied) trägt neben seinem Schlaraffennamen oft klangvolle Zusatztitel, die seine Verdienste oder Hobbys beschreiben. Ein Beispiel wäre: „Ritter XY, der tastenbeherrschende Choralionschubser“. Diese Titel werden bei offiziellen Vorstellungen stets mitgenannt.
Was ist ein Turnier (oder Turney)?
Ein geistiger Wettstreit zwischen Schlaraffen zu einem bestimmten Thema. Es geht dabei nicht um echte Lanzen, sondern um die schärfste Zunge oder den feinsten Reim. Die Sassen (Mitglieder) stimmen danach ab, wer die beste Fechsung (Vortrag) geliefert hat und den Turniersieg davonträgt.
Was ist der Tross?
So bezeichnen wir humorvoll die Angehörigen der Schlaraffen, also die Burgfrauen (Ehefrauen/Partnerinnen) und Kinder. Sie gehören zur großen schlaraffischen Familie, auch wenn sie bei den regulären Sippungen (Männerabenden) meist nicht dabei sind.
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Was bedeutet „Ulul“?
Ulul ist das schlaraffische Antonym (Gegenteil) zu „Lulu“. Während „Lulu“ Beifall und Zustimmung ausdrückt, wird „Ulul“ verwendet, um auf humorvolle Weise Missfallen, Ablehnung oder ein „Nein“ zu signalisieren. Es ist ein fester Bestandteil unseres ritterlichen Spiels, um Meinungen ohne „profane“ Ernsthaftigkeit kundzutun.
Was bedeutet „Uhu“ bei den Schlaraffen?
Der Uhu ist das Symbol der Schlaraffia und steht für Weisheit, Humor und Geist. In jeder „Burg“ (Vereinsheim) ist er präsent. Er ist kein religiöses Symbol, sondern der schirmherrschaftliche Mittelpunkt unserer Zusammenkünfte.

Was bedeutet „Uhuherzlich“?
Dies ist die schlaraffische Steigerung von „herzlich“. Wenn wir uns „uhuherzlich“ grüßen oder danken, dann meint das eine besonders tiefe, brüderliche Verbundenheit unter Schlaraffen.
Was ist das Uhuversum?
So nennen wir Schlaraffen das Weltall oder schlicht die gesamte Welt, in der Schlaraffia existiert. Alles, was innerhalb unseres Bundes geschieht, findet im Uhuversum statt.

Was ist ein Uhubaum?
Der schlaraffische Ausdruck für einen Weihnachtsbaum. In der Adventszeit feiern wir oft eine „Uhubaumfeyer“, bei der es besonders besinnlich und humorvoll zugeht.
Was bedeutet „Uhufinsternis“?
Damit bezeichnen wir zum einen die Zeit des Nationalsozialismus, in der Schlaraffia verboten war und die Arbeit im Untergrund ruhen musste. Zum anderen nennen wir eine Gegend, in der es noch kein schlaraffisches Reych (Ortsverein) gibt, „uhufinstere Gegend“.
Was ist ein Uhudeut?
Eine kleine Währungseinheit in der Schlaraffia. 10 Uhudeut entsprechen einer Reychsmark (was in der Profanei 1 Euro wäre). Er wird oft genutzt, um ganz kleine Pönen (Strafen) humorvoll zu bemessen.
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Was ist das „Vademecum“?
Dieses wertvolle Heftchen (Vademecum) enthält alles, was der Schlaraffe für das Leben in seiner heimischen Burg wissen muss:
- Unsere Sassen: Ein vollständiges Verzeichnis aller unserer Ritter, Junker und Knappen – mitsamt ihren klangvollen schlaraffischen Namen, Titeln, weltlichen Berufen und profanen Kontaktdaten.
- Die Sippungsfolge: Der genaue Programmkalender für die aktuelle „Winterung“ (unsere Spielzeit).
- Die Würdenträger: Wer lenkt als Oberschlaraffe die Geschicke? Wer schwingt als Kantzler die Feder?
- Die Burg: Die genaue Anschrift unseres Sippungslokals und unsere festen Treffzeiten.
Was ist ein Vieledler?
Dies ist die respektvolle und offizielle Anrede für den Kantzler (Schriftführer) eines Reyches (Ortsvereins). Wenn man ihn in der Sippung (Vereinsabend) anspricht, sagt man: „Vieledler“.
Was bedeutet „verkreiden“?
Ein schlaraffischer Ausdruck für „aufschreiben“ oder „notieren“. Ursprünglich bezog sich dies auf das Anschreiben an einer Tafel. Wenn der Kantzler (Schriftführer) etwas in die Anwesenheitsliste einträgt, dann „verkreidet“ er es.
Was ist ein Vortrag?
In der Schlaraffia ist ein Vortrag eine Fechsung (Beitrag), die nicht vom Sassen (Mitglied) selbst verfasst wurde (zum Beispiel ein klassisches Gedicht von Goethe). Der Sasse muss den Namen des eigentlichen Verfassers dabei stets nennen, um die ritterliche Ehre zu wahren.
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Was ist die „Winterung“?
Die Winterung ist die offizielle Spielzeit der Schlaraffia. Sie beginnt im Oktober (Lethemond) und endet im April (Ostermond). In dieser Zeit finden die wöchentlichen Sippungen in der Rattenburg in Hameln statt.
Was ist ein Wiegenfest?
Der schlaraffische Ausdruck für den Geburtstag. Wenn ein Sasse (Mitglied) Wiegenfest hat, wird ihm in der Sippung (Vereinsabend) oft mit einem speziellen Lied oder einer humorvollen Laudatio (Lobpreisung) gehuldigt.
Was ist ein Wahlwürdenträger?
Ein Sasse (Mitglied), der von der Gemeinschaft in ein wichtiges Amt gewählt wurde – zum Beispiel die Oberschlaraffen (Vorsitzenden), der Kantzler (Schriftführer) oder der Schatztmeister (Kassenwart). Sie bilden den Vorstand des Reyches (Ortsvereins).
Welche Wahlwürden gibt es?
| Würde (Abkürzung) | Schlaraffische Anrede |
| Oberschlaraffe (fungierend) |
„Eure fungierende Herrlichkeit“ |
| Oberschlaraffe (nicht fungierend) |
„Eure Herrlichkeit“ |
| Kantzler (K) / Vicekantzler (VK) |
„Euer Vieledlen“ |
| Junkermeister (J) |
„Euer Gestrengen“ |
| Reychsmarschall (M) |
(Anrede mit Titel und Schlaraffenname) |
| Reychsschatzmeister (Sch) |
(Anrede mit Titel und Schlaraffenname) |
| Ceremonienmeister (C) |
„Euer Förmlichkeit“ |
Was ist das Wappen?
Jeder Ritter (Vollmitglied) führt ein eigenes, meist humorvoll gestaltetes Wappen, das seine Persönlichkeit oder seinen Namen widerspiegelt. Auch jedes Reych (Ortsverein) hat ein eigenes Wappen. Das Wappen von ob der Hamel (336) zeigt natürlich einen Bezug zur Rattenfängerstadt Hameln.
Was ist ein Wappen- und Adelsmarschall (WA)?
Ein ernannter Funktionär, der Experte für Heraldik (Wappenkunde) ist. Er hilft den Junker (Anwärtern vor dem Ritterschlag) dabei, ihr eigenes ritterliches Wappen zu entwerfen, und achtet darauf, dass die Regeln der Wappenkunst eingehalten werden.
Was bedeutet „Willekum“?
Ein altertümlicher, herzlicher Gruß, der „Willkommen“ bedeutet. In der Rattenburg (Vereinsheim) heißt es oft: „Ein herzlich Willekum auf Rattenburg!“
Was ist das Wohlfühl-Reych
Es gibt Titel (Titul), die man sich nicht selbst verleiht, sondern die einem von Freunden geschenkt werden. Das Wohlfühl-Reych in der Rattenburg zu Hameln leben wir eine Gastfreundschaft, die das Herz berührt.
Was ist das schlaraffische Währungssystem
In der Welt des Uhu lassen wir den Euro vor der Burgpforte. Innerhalb unserer Mauern regiert ein eigenes System, das zwar auf echtem Geld basiert, aber ritterliche Namen trägt:
Die Reychsmark (RM): Das ist unsere Hauptwährung. Um es einfach zu halten: 1 Euro entspricht genau 1 RM. Wenn ein Sasse seinen Jahresbeitrag zahlt oder eine Runde Labung (Getränke) spendiert, rechnet er in Reychsmark.
Der Uhudeut: Das ist unsere „Kleingeld-Währung“. Ein Uhudeut ist der zehnte Teil einer Reychsmark (also 10 Cent). Er wird oft genutzt, um ganz kleine „Strafen“ (Pönen) zu bemessen, wenn jemand eine winzige Missetat begangen hat.
Der Mammon: So nennen wir das Geld im allgemeinen, profanen Sinne. Wenn der Schatztmeister (Kassenwart) zur Kasse bittet, fordert er die Sassen auf, ihren „Mammon zu entrichten“.
Die Pön: Das ist kein Geldstück, sondern der Begriff für eine spielerische Geldstrafe. Wer zum Beispiel sein Handy „wiehern“ (klingeln) lässt, muss eine Pön in den Pönbeutel einzahlen

Was sind die Waffen der Schlaraffen?
Die wichtigsten „Waffen“ im Überblick:
Das Schwert: Jeder Ritter trägt ein Schwert an seinem Bandelier (Schärpe). Es wird jedoch niemals gezogen, um jemanden zu verletzen. Es ist ein reiner Ziergegenstand und Symbol für die ritterliche Ehre. Das einzige Mal, dass ein Schwert eine aktive Rolle spielt, ist beim Ritterschlag, wenn es dem Junker leicht auf die Schulter gelegt wird.
Der Geist: Dies ist die schärfste Waffe des Schlaraffen! In unseren Turnieren (Wettstreiten) kämpfen wir nicht mit Stahl, sondern mit Witz, Schlagfertigkeit und Intelligenz. Ein treffendes Wort oder ein gelungener Reim ist mächtiger als jede Lanze.
Das Wort (Die Fechsung): Unsere Vorträge nennen wir „Fechsungen“. Wenn wir „fechsen“, dann „fechten“ wir mit Argumenten, Humor und künstlerischem Ausdruck.
Der Humor: Er ist unser Schild gegen den Ernst des Alltags (die Profanei). Mit Humor entwaffnen wir Griesgram und Sorgen.
Der Knappe und die Palisade: Der Knappe trägt kein Schwert, sondern die Palisade. Das ist ein langer, hölzerner Stab (oft mit einem Knauf versehen). Er symbolisiert den Schutz und die Wehrhaftigkeit der Burg nach außen, zeigt aber auch, dass der Knappe sich erst noch die Sporen verdienen muss, um eine echte Klinge führen zu dürfen.
Der Junker und der Junkerdolch: Sobald der Knappe zum Junker erhoben wird, legt er die Palisade ab und erhält den Junkerdolch.
Das Besondere: Es ist noch kein langes Ritterschwert, sondern eine kürzere, schlichtere Seitenwaffe.
Er wird meist an einem einfachen schwarzen Koppel getragen. Der Dolch zeigt, dass der Junker bereits ein festes Glied der Sassen (Mitglieder) ist und kurz vor der Vollendung seiner Ausbildung zum Ritter steht.

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Was ist die „Zeytung“ (Schlaraffische Zeytung)?
Die Zeytung ist das Nachrichtenblatt oder die Chronik eines Reyches. Hier werden Berichte über vergangene Sippungen, Einladungen und humorvolle Beiträge der Mitglieder veröffentlicht, um die Sassenschaft (Mitgliedschaft) informiert zu halten.
Was ist das Zepter?
Eines der wichtigsten Insignien (Machtzeichen) auf dem Thron (Vorstandstisch). Der Fungierende (Sitzungsleiter) führt mit dem Zepter die Regie. Wenn er es hebt, bittet er um Aufmerksamkeit; wenn er damit den Tisch berührt, verleiht er seinen Worten Nachdruck.
Was ist die Zeytrechnung (a.U.)?
In der Schlaraffia ticken die Uhren anders. Wir lassen den profanen Kalender an der Burgpforte zurück und rechnen in unserer eigenen Ära.
1. Die Jahre (a.U. – anno Uhui)
Wir zählen die Jahre nicht nach der christlichen Zeitrechnung, sondern „anno Uhui“ (im Jahre des Uhu).
Der Nullpunkt: Unsere Zeitrechnung beginnt mit dem Gründungsjahr der Allmutter Praga im profanen Jahr 1859.
Die Umrechnung: Um das aktuelle schlaraffische Jahr zu ermitteln, ziehst Du einfach 1859 vom aktuellen Jahr ab.
Beispiel: Das profane Jahr 2026 ist bei uns das Jahr 167 a.U.
2. Die Monate (Die Monden)
Auch die Monate tragen bei uns klangvolle Namen, die meist einen Bezug zur Natur oder zu unseren Bräuchen haben. Wir nennen sie „Monden“:
| Profaner Monat | Schlaraffischer Mond |
| Januar | Eismond |
| Februar | Hornung |
| März | Lenzmond |
| April | Ostermond |
| Mai | Wonnemond |
| Juni | Brachmond |
| Juli | Heumond |
| August | Erntemond |
| September | Herbstmond |
| Oktober | Lethemond |
| November | Windmond |
| Dezember | Christmond |
3. Die Winterung und Sommerung
Wir schlaraffen „arbeiten“ nicht das ganze Jahr.
Die Winterung: Vom 1. Lethemond (Oktober) bis zum 30. Ostermond (April) finden unsere wöchentlichen Sippungen statt.
Die Sommerung: Im Rest des Jahres ruht das offizielle Spiel in der Burg. Wir treffen uns dann zwanglos zu „Krystallinen“ oder reiten in fernen Reychen aus.
Was ist der Zinkenmeister?
Der Zinkenmeister ist der Sasse, der die Sippung am Clavicimbel (Klavier) musikalisch begleitet und den Ton angibt.