Die feyerliche Sippenfibel des Rattenfängerreychs Ob der Hamel (Nr. 336)
Geliebte Sassen und werte Pilger im Uhuversum! Vernehmet die wackere Historie unseres Nestes Ob der Hamel, getragen von den drei Säulen: Kunst, Humor und Freundschaft!
Der Anbeginn am Rattenfänger-Flusse
Die Wurzeln unseres Reyches reichen zurück in das profane Jahr 1957 (a.U. 97). Es war die Fügung des profanen Amtes, die Rt. Poldi der h. Assindia (50) von Essen gen Hameln versetzte. Dort traf er auf Rt. Erzschelm (zuletzt Glivitium 258), der als einziger Schlaraffe in uhufinstren Landen verharrte.
Aus schlaraffischer Selbstverständlichkeit erwuchs der edle Entschluss, dem Uhu ein neues Nest zu bauen! Im wohlrenommierten „Café am Ring“ ward ein Stammtisch gegründet.
Vom Feldlager zur Reychserhebung
Durch beherzte Ausritte in benachbarte Reyche knüpften wir erste Bande. Besonders Hkt. Bilangs des Reyches Hildesia zeigte sich begeistert und wurde zum Sassen unserer Herzen – die Hohe Hildesia kiesen wir zur Mutter der werdenden Colonie!
- Herbstmond a. U. 97: Das Feldlager zählt bereits 10 wackere Recken.
- Mit Rt. Akanthus (Waldburgia 282) fand sich der notwendige dritte Gründungsrittter. Rt. Erzschelm und Rt. Akanthus nahmen Abschied von ihren geliebten verlorenen Ostreychen und wurden Sassen der Hildesia.
- Die Schar wuchs so schnell, dass die Burg vom „Café am Ring“ in den „Bremer Schlüssel“ verlegt werden musste, wo die Winterung am 16. Wonnemond a. U. 98 mit der 41. Feldlagersippung ihren feyerlichen Abschluss fand.
- Brachmond a. U. 98: Die Bewilligung zur Gründung der Colonie wird verkündet – unser feyerliches Gründungsdatum!
- 12. Lethemond a. u. 98: Die Gründungsfeyer und Colonie-Erhebung wird mit stolzen 26 Rittern, 2 Junkern und 2 Knappen zelebriert.
- 11. Lethemond a. U. 99 (1958): Die Reychserhebung lässt nicht lange auf sich warten! Die Sanktion wird durch ErbO Rt. Lenau (15) feyerlich vollzogen.
Nach elf Winterungen im „Rattenkrug“ bezogen wir am 1. Im Lethemond a. U. 111 unsere neue Burg im Hotel „Zur Börse“.
Hohe Ambte und Traditionen
Das Rattenfängerreych hat im Uhuversum durch seine besonderen Feyerlichkeiten ein unverwechselbares Profil geschaffen:
| Ambte und Feyerlichkeiten | Beschreibung |
| Ehrenschlaraffe Hieronymus Kugelblitz | Der profane Freiherr von Münchhausen ward von uns erkoren. Ihm zu Ehren findet in Bodenwerder das berühmte Münchhausen-Fabulier-Turney statt, bei dem Sassen aus dem ganzen Uhuversum ihre phantasievollen Fechsungen im Sinne des „Lügenbarons“ vortragen. |
| Freye Münchhausen-Uhuversität | In jeder zweiten Winterung lädt die „Uhuversität“ zu Forschungsbeiträgen zur angewandten „Schlarattologie“ ein. Das Blaue vom Himmel zu fabulieren ist Programm! Der Aufstieg zum „außerordentlich unordentlichen Professor“ ist das hohe Ziel – Numerus clausus ist uns glücklicherweise unbekannt. |
| Schaumburg-Sippung | Seit vier Jahrzehnten wird alljährlich im Ostermond auf der Schaumburg bei Hess. Oldendorf eine Sippung celebirert, welche unsere lieben Burgfrauen besonders erfreut. Die Schaumburgsippung gehört leider seit vielen Jahren der Vergangenheit an. Grund dafür ist die Schließung der Gastronomie auf der Burg. Stattdessen haben wir die Frühlingssippung mit Bgfr. eingeführt. Sie fand im Restaurant „Ziegenbuche“ in Bad Münder statt. Seit der Pandemie findet sie leider nur noch in der Burg statt. Sie erfreut sich aber großer Beliebtheit. |
| Gambrinus- & Lethe-Sippung | Zu den liebgewonnenen Traditions-Sippungen, gehört die Gambrinus-Sippung unter dem Motto „Wir preisen Wurst und Quell“. Sie wurde einstmals vom Rt T‘onn-Ass-Is eingeführt. Er war der letzte Braumeister in Hameln. Die gesellige Lethe-Sippung (Wein) geht auf den Weinhändler Fritz Kropp zurück, der als Rt Vinum zu unseren Erzschlaraffen gehörte. |
| Heringsatzung | Eine lange Tradition hat auch die Heringsatzung bei uns. Unter dem Sippungsthema „Seemannsgarn, Shanties und Mar-i(n)times“ werden vor der Sippung Heringsspezialitäten verzehrt. |
| Familiensippung | Nach dem endgültigen Verbot der Schlaraffia im Jahr 1937 sahen Schlaraffen nach 1945 die Möglichkeit, unseren Bund wieder zu neuem Leben zu erwecken. Das gelang in den Zonen der westlichen Alliierten sehr bald. Anders sah es in der sowjetischen Zone und der späteren DDR aus. Dort konnten sich Schlaraffen nur heimlich treffen. Zum Zeitpunkt der politischen Wende 1989 bestanden in der DDR noch acht aktive Schlaraffenreyche. Darunter waren die zu unserer Genealogie gehörenden Reyche Erforda (Erfurt) und Vimaria (Weimar). Trotz der widrigen Umstände hatten Mitglieder der Schlaraffia Ob der Hamel seit vielen Jahren enge Kontakte zu beiden Reychen unterhalten. Auf Grund einer Initiative von Ob der Hamel treffen sich die verbliebenen fünf Reyche unserer Genalogie (Vimaria, Erforda, Hildesia, Ob der Hamel und Kaiserpfalz) seit der Winterung 143/144 regelmäßig im Lenzmond zu einer Familiensippung. Als äußeres Zeichen der Verbundenheit wurde ein Familienorden geschaffen. |
Ritterschlag und neue Bande
- Reychsfehden: Bis zum 25. Stiftungsfest im Lethemond a. U. 123 fochten wir bereits fröhliche Fehden gegen die befreundeten Reyche Mimegarda, Castellum Cornoviae und Kyborgia aus.
- Ausritte: Unvergessen sind unsere herausragenden Reychsausritte gen Lulutetia Parisiorum und das profane LondonFam, weitere Ausritte des Reyches „ob-der-hamel“ findet Ihr unter Reychsausritte.
Die neue Rattenburg am Flusse Hamel
Nach über 30 Jahrungen in der Burg „Zur Börse“ machten uns profane Veränderungen mobil. Der Wunsch nach eigenem Eigentum ließ uns in einer einmaligen Gemeinschaftsleistung unserer Sassen eine neue, herrliche Burg erschaffen. Sinnigerweise liegt unsere neue „Rattenburg„ nun direkt an dem kleinen Flusse Hamel, von dem unser feyerlicher Name kündet!
Letzter großer Höhepunkt: Im Lethemond a. U. 148 feierten wir unser 50. Gründungsfest in großem Rahmen mit über 300 Gästen.
Auf zum nächsten halben Jahrhundert im Dienste der Kunst, des Humors und der Freundschaft!
Lulu!