Unsere Burgen sind die Vereinslokalitäten, in denen wir unsere traditionellen Sippungen (Veranstaltungen / Vereinstreffen) abhalten
Der weite Weg zur eigenen Burg
Wenn Ihr diese Zeilen gelesen habt, dann seid Ihr schon durch ein großes Holztor gekommen und auf einem gepflasterten Torweg in unsere sternenerhellte Burg gelangt. Bis dahin war es ein langer Weg. Der Silvestertag 1998 war für unseren Rt. Düllettant ein Schicksalstag, denn an diesem Tag verkaufte er sein Hotel „Zur Börse“. Jedoch mit der Einschränkung, dass seine Schlaraffenfreunde ihre angestammte Burg nicht zu verlassen brauchten. Im neuen Jahr begann der neue Besitzer mit dem völligen Umbau des Hotels „Zur Börse.“ Für uns Schlaraffen war es eine schwere Zeit. Es fehlten Toiletten, dann musste die Heizung abgestellt werden und von einer Bewirtschaftung war ganz zu schweigen. Wir hielten trotz diesem Bauschmutz und Unbillen durch. Nach den Umbauarbeiten war doch einiges anders geworden. Die Bewirtschaftung erfolgte fortan, wenn auch verständlicherweise, durch die Hotelküche. In den folgenden Jahren schlich sich doch in den Köpfen unserer Sassen ein Unwohlsein ein. Wir waren eben ein Fremdkörper in dem Gemäuer. In verschiedenen Grüppchen wurde hin und her diskutiert. Bis eines Tages unser Rt. Treff-Punkt mit einer Zeitungsanzeige kam, in der Räumlichkeiten zum Verkauf angeboten wurden. Na ja, ansehen können wir uns das Objekt mal, war die einhellige Meinung. Die Lage war hervorragend, aber was wir da zu sehen bekamen, war einfach erschreckend. In einem Raum stand ein Sportwagen, an anderer Stelle lagen Zapfanlagen für die Gastronomie. Das Objekt umfasste drei Ebenen. Trotzdem waren einige Sassen so angetan, dass sie gleich mit dem Burgbau beginnen wollten. Aber so schnell geht es eben nicht. Jetzt wurde beratschlagt, wie könneń wir die Sache finanzieren? Fragen über Fragen. Besonders erwähnenswert ist hier unser Rt. Ballisto, der als Todkranker den Grundstock für einen Burgbau festlegte. Er verfügte, dass die Geldspenden seines Ahallarittes für einen Burgbau verwendet werden sollte. Schließlich fanden sich einige Sassen bereit, ein Darlehn zu gewähren, andere spendeten ihre Geburtstagskasse und so fanden sich noch mehr Ideen zur Finanzierung der Burg.
Jetzt kam unser Jk. Jürgen ins Spiel. Er verhandelte mit den Behörden und machte sich als „Burgbauleiter“ einen Namen. Andere ‚holten sich Preise bei Bauunternehmern fürs „Grobe“ ein und so spielte einer dem anderen die Bälle zu. Ende Januar 2002 begannen dann die Arbeiten für die Bemalung der Fensterläden „Freiwilligen“. G hne diese Eigenarbeit wäre dieses Bauvorhaben nicht verwirklicht worden. Und im Nachhinein kann man behaupten: Es hat auch Freude bereitet. Einige Sassen, die sich um diese Burg verdient gemacht haben, sind: Jk. Jürgen, der später als einer der ersten in der neuen Burg zum Rt. Goode Borg geschlagen wurde, Rt. Chablis-soff mit seinem Getreuen Rt. Zeyt-Druck, die sich mit je etwa 750 Stunden Arbeitseinsatz eingebracht haben. Rt. Adjunkt war als Einzelkämpfer für die Elektrik zuständig, während unser Michael die Heizung installierte. Rt. Malstift und Rt. Goldbär waren u.a. für die Deckenkonstruktion verantwortlich. Während der Ausbauphase der Burg, kam es zu spontanen Hilfsleistungen. So spendeten bei einer Besichtigung alle drei Oberschlaraffen drei neue Fenster. Ein anderes Mal kam Rt. Antidot-tore mit seiner Burgfrau, um den Fortgang zu besichtigen. Sofort holten sie sich Arbeitskleidung und strichen bis in die Nacht die Deckenbretter. Die künstlerische Bemalung der Fensterläden hat unser Rt. Belcant-Uli geschaffen. Uhuhertzlich sei allen Sassen und Freunden unseres Reyches gedankt, die ihr Mammon spendeten und mit einem Baustein auf einer extra geschaffenen Wand mit ihrem Namen Erwähnung fanden.
Übrigens: Schlaraffen hört! Es sind noch Bausteine frei.
Abschließend sei noch den Burgfrauen gedankt. Sie haben ihren Burgherren die Zeit für den Bau der Burg geschenkt und helfen auch heute noch durch das Ausrichten der Atzung mit, damit das Reychssäckel gefüllt wird. Sicher fehlt in diesem kleinen Bericht der eine oder andere. Man möge es dem Verfasser verzeihen.